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THW anfordern

Jede Behörde, zu deren gesetzlichen Aufgaben Gefahrenabwehr zählt, kann das THW zur Unterstützung bei diesen Aufgaben anfordern. Üblicherweise sind das Feuerwehr oder Polizei. Träger der Gefahrenabwehr sind auch kommunale Behörden wie Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Veterinäramt oder Landesbehörden wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Auch Bundesbehörden, meist Bundespolizei oder Zoll, können das THW zur Amtshilfe anfordern. 

Zu den üblichen Anforderern gehören auch Unternehmen, die öffentliche Aufgaben vertraglich wahrnehmen, z.B. aus dem Bereich kritische Infrastrukturen Wasserversorger, Energieversorger oder Verkehrsunternehmen.

Im Einsatzfall erreicht man das THW wie jede andere Hilfe auch über die Notrufnummern 112 (Feuerwehr, Rettungsdienst) und 110 (Polizei). In den Leitstellen sind die THW-Erreichbarkeiten hinterlegt und wenn unsere Hilfe nötig ist, werden wir zur Unterstützung gerufen. Ist die Hilfe nicht sofort nötig, wenden Sie sich bitte an die unter Kontakt genannten Erreichbarkeiten.

Über die unzähligen Einsatzmöglichkeiten berät im Ernstfall am besten ein THW-Fachberater. Der kennt nicht nur die Einsatzoptionen und die Dislozierung der Einheiten in der Umgebung. Er stellt auch die Verbindung zur THW-Struktur her, damit die richtigen Einheiten an der richtigen Stelle zur rechten Zeit zur Verfügung gestellt werden können. Für die Planung und Vorbereitung erhalten Sie als Anforderer den kompletten Katalog der Einsatzoptionen auf Anfrage im Ortsverband. 

Prinzipiell kann auch jede Privatperson oder Firma das THW anfordern. Das ist allerdings an Voraussetzungen gebunden. So ist vorher zu klären, ob die angeforderte Einheit nicht in diesem Zeitraum für die Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags anderweitig gebunden ist. Außerdem darf das THW als Bundesbehörde natürlich nicht in Wettbewerb mit der privaten Wirtschaft treten. Private Anforderungen, die auch ein Wirtschaftsunternehmen erledigen könnte, werden also abgelehnt, falls nicht die zuständige Kammer die Unbedenklichkeit bescheinigt. Wichtigste Voraussetzung für uns ist, dass durch die Hilfeleistung die Ausbildung der Helfer gefördert wird. Selbstverständlich haben private Anforderer die entstehenden Kosten auch selbst zu tragen.

Die Hilfeleistungen des THW sind auch für Behörden im Prinzip kostenpflichtig. Nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz werden dem Anforderer nur die direkt durch den Einsatz entstandenen Kosten in Rechnung gestellt. Diese soll der Anforderer aber nicht selbst zahlen, sondern nur an den Begünstigen/Verursacher weiterleiten! Ausnahme ist natürlich, wenn durch die Hilfeleistung der Anforderer direkt begünstigt wird und nicht ein Dritter. Kann ein Begünstigter nicht ermittelt werden oder nicht zahlen, werden die Kosten durch das THW niedergeschlagen. Gleiches gilt, wenn das THW bei einer Hilfeleistung unterstützt, die nach den gesetzlichen Regelungen für den Begünstigten kostenfrei ist. Grundsätzlich hat der Anforderer (Behörde) selbst also keine Kosten zu erwarten, wenn er das THW zur Unterstützung ruft. 

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