Übung der Bergungsgruppen „Ende Allende“

Hindernis wird erkundet

„Dies ist eine Alarmierung für eine Verpuffung in der Allende Klinik“. Mit diesem Stichwort wurde am Freitagabend um 22:30 die 1. und 2. Bergungsgruppe des THW Ortsverbandes Rostock zu einer Nachtübung alarmiert.

Nachdem die Gruppen mit dem Gerätekraftwagen 1 (GKW1) und dem Mehrzweckkraftwagen (MzKW) mit Anhänger Stromerzeugungsaggregat (SEA) an der Einsatzstelle eingetroffen waren und sich bei der Einsatzleitung gemeldet hatten, bekamen sie den Einsatzauftrag: „Erkundung und Durchsuchung des Gebäudes der Allende Klinik. Rettung einer unbekannten Anzahl von Personen im Gebäude“. Gruppenführerin K. Hofmann teilte ihre Mannschaft in mehrere Trupps ein, welche das Gebäude zunächst von außen erkundeten. Ein Trupp stellte sehr schnell in einem Gebäudetrakt eine verletzte Person fest, welche durch Schreie auf sich aufmerksam machte. Da ein direkter Zugang nicht möglich war, musste ein Zugang in einem anderen Gebäudeteil gesucht werden, um so zu dem Verletzten innerhalb des Gebäudes vordringen zu können. Parallel wurde über Funk ein weiterer Trupp hinzu gerufen, welcher mit Schleifkorb und Sanitätsmaterial ausgerüstet den Verletzten aus dem Gebäude bringen konnte.

Helfer bei Lagebesprechung

Ein weiterer Trupp war inzwischen an einer anderen Stelle in das Gebäude eingedrungen und begann mit der Durchsuchung des Gebäudes. Hierbei wurde eine Vielzahl an verschütteten oder versperrten Räumen festgestellt, zu welchen sich mit Manpower und schwerem Gerät Zugang geschaffen wurde. Wiederum ein weiterer Trupp stellte bei der Erkundung des Außenbereiches eine Person im zweiten Obergeschoss fest, welche durch Schreie auf sich aufmerksam machte. Da ein direkter Zugang zu dem betreffenden Geschoss nicht möglich war, begab sich der Trupp durch einen anderen Gebäudeteil in das Geschoss. Da hier jedoch Teileinstürze ganzer Gebäudeteile festgestellt wurden, war hier kein Weiterkommen, so dass Einsatzkräfte über Leitern in den betroffenen Trakt eindringen mussten. Da die Person nicht eigenständig gehen konnte, wurde sie mittels einer schiefen Ebene aus dem Gebäude gebracht. Nachdem diese zwei Personen erfolgreich gerettet wurden, durchsuchten andere Trupps weiter das Gebäude.

Wanddurchbruch

Hierzu musste ein Trupp beispielsweise durch einen Kellerschacht mittels Leitern in einen ansonsten nicht zugänglichen Gebäudeteil vordringen. Da es an einigen Stellen begründeten Verdacht auf vermisste Personen gab oder der Weg durch Geröll versperrt war, standen die Einsatzkräfte immer wieder vor der Herausforderung, mit verschiedenstem Gerät wie beispielsweise dem Trennjäger oder dem Aufbrechhammer, Metalltüren zu öffnen oder Wanddurchbrüche zu machen, um so Zugang zu weiteren Räumen oder Gebäudeteilen zu erhalten. Weiterhin galt es immer wachsam zu sein, da weitere Gefahren für die Helfer nicht auszuschließen waren. So lagen Kanister mit unbekanntem Inhalt herum oder es ging Gefahr von offenen elektrischen Leitungen aus.

Zugang zum Untergeschoss

Insgesamt konnten alle Personen im Gebäude erfolgreich gerettet werden und sämtliche Szenarien der Übung wurden erfolgreich abgearbeitet. Ein besonderer Augenmerk lag bei dieser Übung auf der Koordination der Kräfte im Objekt sowie über Funk durch die Unterführer und dem strukturierten Abarbeiten der Szenarien.

Ein besonderer Dank gilt hierbei der Einsatzleitung, welche die ganze Zeit den Überblick behielt und den gesamten Funkverkehr abwickelte.

Über Oliver Heinecke

Truppführer der Bergungsgruppe 1
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